Langeoog Natur Fotografie

Herbststurm auf Langeoog

09:27Daniela Skrzypczak

Der erste Herbststurm erwischt Langeoog in diesem Jahr ganz schön früh. Orkantief „Sebastian“ kam gestern mit viel Regen, hohen Wellen und ordentlich Wind über die Küste und die Insel. Ich hatte mich eigentlich noch auf ein paar Tage Spätsommer gefreut :-). Die Unwetterwarnungen hatte ich die letzten Tage immer mal mit einem Auge im Blick gehabt, ehe ich vorgestern wieder zurück von meinem Inselurlaub auf Langeoog landete.

Gestern nachmittag stellte sich die Frage eigentlich garnicht "Sturm fotografieren?" Denn was macht man als Fotografin bei solchen Naturgewalten, man geht natürlich fotografieren. Allerdings gestaltete sich das Fotografieren ziemlich knifflig: Zu den starken Böen kamen Gischt und umherfliegender Sand hinzu, wobei gerade letzterer als eine Art „Sandstrahlgebläse“ ziemlich arg im Gesicht schmerzte und man ein gesamtes Körperpeeling mit in Kauf nehmen musste.

Gegen 16.30 Uhr machte ich mich auf Richtung Meer und Strand, den der Höchststand der Flut war auf 17.36 Uhr vorausgesagt. Das fotografieren war nur in eine Richtung möglich, einige Male musste ich dabei auch eine unfreiwillige Hockstellung einnehmen, damit mich der Wind nicht quer über die Strand blies. Ich nutzte meinen Körper als Windschutz, doch konnte mich kaum auf den Beinen halten. Das Thema nicht zu viel Salzwasser und Sand in meinen Kameras hatte ich schnell bei Seite gelegt, bei 120 km / h musste ich da nämlich nicht mehr darüber nachdenken.  Wechseln von Objektiven überhaupt nicht möglich, gut das ich vorher bereits die Objektive die ich nutzen wollte, an den Kameras angebracht hatte, den ein Objektivwechsel wäre definitiv der Tod der Kameras gewesen. Also waren die Kameras und auch ich wirklich mal am Limit was möglich war um zu fotografieren.

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Am Strandaufgang zeigte sich die Sonne

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Innerhalb von 5 Minuten wechselte das Wetter 

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Wenn die Flut langsam den Strand einnimmt

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Wellen bei 120 km / h 

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Schaukeln nicht mehr möglich 

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Das Baden solltest bei diesen Wellen definitiv unterlassen 

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Auf den Weg Richtung Osten ... am Strand 

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Im Gegenlicht mit dem Sturm ist das fotografieren kaum möglich 

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Naturschönheit bei Orkanböen

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Brechende Wellen am Strand 

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Innerhalb von Minuten wechselten es in den schönsten Sonnenschein

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Strand unter bei Flut und Sturm 

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Auch die Strandkörbe beginnen bei Sturm an zu tanzen 

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Fotografen Glück mit Sturmpeeling 

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Fliegender Sand ... die meisten Gäste machten an den Strandaufgängen halt

Ich hatte bei dem 2 stündigen "Sturmshooting"  öfters das Gefühl "mittendrin in solchen Naturgewalten zu stehen ist ein einmaligen Erlebnis und macht uns als Menschen ganz ganz klein!” 

Was mir hier auf Langeoog auch immer wieder bewusst wird, wenn ich mit meinen Kameras über die Insel "ziehe" - man muss einfach ein gewisses Bewusstsein für die Natur entwickeln und sie respektieren. Darauf kommt es letztlich an. Viele Menschen in städtischen Dschungeln erleben die Natur überhaupt nicht mehr. Wir können uns zwar Fotos anschauen, in Parks spazieren gehen oder Zoos besuchen, aber dabei erleben wir die Natur nicht wirklich, wir fühlen dabei nicht mehr ihre Macht. Nur wenn wir uns unserer Unterlegenheit bewusst sind, können wir den nötigen Respekt für die Natur aufbringen. Genau dies konnte ich gestern wieder erleben ... spätestens wenn Du dir den Sand aus allen Poren deines Körpers schüttelst, du deine Kameras vom Sand trocken legst und spätestens bei der Bildbearbeitung die Kraft und Einmaligkeit der Natur nochmals in deinen Fotos spürst. 

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3 Kommentare

  1. Man man Daniela mit 120 km / h am Strand fotografieren, da hattest aber Mut. Aber die Fotos sind einmalig schön und ich freue mich immer wieder bei Dir deine Fotos zu schauen.
    Liebe Grüsse aus Berlin sendet Sabine

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  2. Beeindruckend, die Natur zeigt uns Menschen ihre grenzen. Beeindruckende Fotos.
    Grüsse sendet Max

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  3. Einmalig schön und sehr beeindruckende Fotos.
    Dickes Danke Udo

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